DINGO 1

Im Jahr 2000: Erfüllung der Einsatzforderungen – Heute: Der Lebensretter

Das gepanzerte Allschutz-Transportfahrzeug (ATF) DINGO 1 wurde im Jahr 2000 bei der Bundeswehr eingeführt, um die Lücke zwischen den leichten ungepanzerten Transportfahrzeugen und den leichten Panzerfahrzeugen zu schließen. Seine Bewährungsprobe im Auslandseinsatz absolvierte der DINGO 1 bereits kurz darauf im Rahmen der deutschen Beteiligung an der KFOR-Mission der NATO, nach Beendigung des Kosovokrieges. Darauf folgten zahlreiche erfolgreiche Einsätze wie z.B.:

  • ISAF (Afghanistan, seit 2001)
  • TFF (Mazedonien, 2001 – 2002)
  • KFOR (Kosovo, seit 1999)
  • SFOR (Bosnien-Herzegowina, 1996 – 2004)  


Der DINGO 1 ist für den Transport von fünf Soldaten ausgelegt, verfügt über Klimaanlage, Standheizung, Reifendruckregelanlage, ABS, Rückfahrkamera, GPS-Navigationseinrichtung und Funk- sowie Außenbordsprechanlage. Bewaffnungsoptionen sind die Granat-Maschinen-Waffe (GMW) 40 mm oder auch ein Maschinengewehr Kaliber .50.   

Die perfekte Umsetzung einer komplexen Herausforderung
Die Sicherheit von Soldaten besitzt in militärischen Einsätzen eine besondere Priorität. Mit der DINGO-Familie hat Krauss-Maffei Wegmann ein hochmobiles Radfahrzeug entwickelt, das durch sein Schutzkonzept dieser Anforderung kompromisslos gerecht wird.  

In Zusammenarbeit mit den deutschen wehrtechnischen Behörden wurde der DINGO in Übereinstimmung mit amtlichen Testbedingungen geprüft und qualifiziert. Im Rahmen umfangreicher Tests vor ballistischen Bedrohungen, Panzerabwehrminen, Artillerie-Fragmenten und IEDs stellte das Fahrzeug seine herausragenden Eigenschaften eindrucksvoll unter Beweis. Dabei wurde das Verletzungsrisiko der Insassen über das vorgeschriebene Maß hinaus gesenkt. Somit verfügt die DINGO-Familie über ein Schutzniveau, das für andere Fahrzeuge seiner Klasse bis dahin nicht erreicht wurde.  

Direkten Insassenschutz vor Druckwellen und ballistischen Bedrohungen gewährleistet KMW durch die Sicherheitszelle. Ein minensicheres Sitzsystem verhindert die Übertragung von Explosionsenergie auf Besatzungsmitglieder. Das schutzoptimierte Verstaukonzept für Ausstattung und persönliche Ausrüstungsgegenstände schützt die Insassen zudem vor Sekundäreffekten von Minen- und IED-Druckwellen. Gefechtsräder mit Notlaufringen sorgen im Falle eines zerstörten Reifenmantels oder Druckverlustes für eine ausreichende Restmobilität über 50 km. Somit ist sichergestellt, dass nach Angriffen ein Verlassen des unmittelbaren Gefahrenumfelds aus eigener Kraft möglich ist.  

Eine integrierte ABC-Schutzanlage erlaubt auch einen sicheren Einsatz in kontaminierter Umgebung.  

Hohe Leistungsfähigkeit, geringe Lifecycle-Costs und einfache Instandhaltung
Beim DINGO werden kommerzielle Baugruppen und handelsübliche Ersatzteile verwendet. Lange Serviceintervalle ermöglichen zudem hohe Kilometerleistungen. Außerdem kann das weltweite Logistiknetz von DaimlerChrysler in Anspruch genommen werden, wodurch wiederum die problemlose Verfügbarkeit aller Komponenten sichergestellt wird. So zeichnet sich die gesamte DINGO-Familie unter wirtschaftlichen Aspekten durch günstige Beschaffungs-, Betriebs- und Einsatzkosten aus.