BOXER Gruppentransportfahrzeug

Modularität für jeden Einsatz

Der modulare Aufbau des BOXER ermöglicht eine Vielzahl missionsspezifischer Fahrzeugvarianten. Das einheitliche Fahrmodul kann durch zahlreiche Missionsmodule für unterschiedlichste Aufgaben nutzerspezifisch ergänzt werden. Die Fähigkeit zu einem schnellen Wechsel des Missionsmoduls - auch zwischen den verschiedenen Versionen - erlaubt somit neue Denkansätze in den Bereichen des operationellen Einsatzes und der logistischen Unterstützung. Das verringert die Entwicklungs- und Produktionskosten und erhöht die taktische Flexibilität des Fahrzeuges.

Im Fahrmodul sind alle primären Teilsysteme integriert. Es umfasst den vollständigen Antriebsstrang und alle Antriebskomponenten, den Fahrerplatz, wichtige Unterstützungskomponenten wie die Klimaanlage und Standheizung, die Feuerlöschanlage für den Motorraum und alle Schnittstellen zum Missionsmodul. Es ist daher absolut autark und kann mit jedem Missionsmodul aus- und umgerüstet werden. Die Version Gruppentransportfahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten, alle Missionsmodulvarianten sind mit ABC-Anlage und hydraulisch betriebener Heckrampe ausgestattet.

Höchster Schutz bei größter Mobilität
Der BOXER bietet der Besatzung eine außerordentliche Überlebensfähigkeit und einen überragenden Schutz vor Minen, IEDs und ballistischen Bedrohungen. Das hohe Schutzniveau wird durch eine mehrwandige Struktur abweisender Formen in Kombination mit zusätzlichen Schutzelementen erreicht. Die reduzierten Radar- und Infrarotsignaturen, der geringere Geräuschpegel, die hohe Restmobilität nach Beschuss/ Minentreffer und das ABC-Schutzsystem bilden die Kernelemente des Gesamtschutzkonzeptes. Der Stauraum für die gesamte persönliche Ausrüstung und die komplette Missionsausrüstung sowie die Klimaanlage und die ABC-Schutzausrüstung befinden sich vollständig unter Panzerschutz. Hohe Mobilität, Stealth-Design, moderne tag- und nachtsichtfähige Beobachtungseinrichtungen, eine leistungsfähige fernbedienbare Waffenstation, die Nebelmittelwurfanlage sowie eine standardmäßige ABC-und Klimaanlage sind weitere Schlüsselelemente zur Überlebensfähigkeit in kritischen Situationen.

Neben dem hohen Schutzniveau ist die Mobilität die Stärke des Boxers. Ein permanenter Achtradantrieb und ein automatisches Getriebe mit zuschaltbaren Differenzialsperren lassen das Fahrzeug auch schwerste Geländeprofile überwinden. Die Reifen sind mit Notlaufelementen ausgestattet, mit der zentralen Reifendruckregelanlage kann der Reifendruck an die Beschaffenheit des Geländes angepasst werden. Die beiden vorderen Achsen sind lenkbar. Die Einzelradaufhängung erlaubt sowohl schnelles Fahren auf Straßen wie auch ein exzellentes Verhalten bei Geländefahrten. Mit Hilfe der Radseitenlenkbremse kann auch auf kleinstem Raum gewendet werden. Des Weiteren zeichnet sich der BOXER über eine extrem große Reichweite und lange Einsatzdauer aus.

Optimal gerüstet
Der Boxer ist neben ausgezeichneten Beobachtungsmitteln auch mit der fernbedienbaren leichten Waffenstation 200 (FLW 200) ausgestattet. Diese kann mit einem schweren Maschinengewehr 12,7 x 99 Millimeter oder mit der Granatmaschinenwaffe 40 Millimeter bestückt werden. Sie erlauben die Feuerunterstützung sowohl gegen Flächen- als auch Punktziele. Durch ein Wärmebildgerät sind sie zudem auch nachtkampffähig. Auch dieser „Waffenmix“ und die damit einhergehenden Wirkmöglichkeiten stellen gegenüber früheren Transportfahrzeugen eine wesentliche Verbesserung dar. So kann der Boxer die abgesessene Infanteriegruppe präzise unterstützen.

Ein enormer Fähigkeitsgewinn

Im September 2009 hat die Serienlieferung der 272 BOXER für die Bundeswehr begonnen. Geliefert werden diese vom Konsortium ARTEC, bestehend aus Kraus-Maffei Wegmann und Rheinmetall. Seit Juli 2011 sind die ersten BOXER in Afghanistan im Einsatz. Dort konnten sich die Fahrzeuge bereits innerhalb kürzester Zeit das Vertrauen der Soldaten erwerben und zahlreiche Missionen meistern. Bei den Infanteristen schwingt bereits jetzt schon eine Portion Stolz mit, wenn sie über „ihren Boxer“ als „Mutterschiff der Infanterie“ sprechen.
Mehr Informationen auf www.artec-boxer.com